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	<title>Campori.de &#187; Psychologie</title>
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	<description>Wie das Leben so spielt</description>
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		<title>Sechs Strategien für ein erfülltes Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 16:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil die Antworten auf die Sinnfrage so schwierig zu greifen sind, halten sich viele Menschen an die vermeintliche Objektivität, an Zahlen und Fakten. Wer sich aber zu sehr am Äußeren orientiert, distanziert sich von seinem Inneren. Sechs Wege, auf denen wir zu dem Teil in uns vordringen können, der durch Denken nicht zu erreichen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em><br />
</em></p>
<p><em>Weil die Antworten auf die Sinnfrage so schwierig zu greifen sind, halten sich viele Menschen an die vermeintliche Objektivität, an Zahlen und Fakten. Wer sich aber zu sehr am Äußeren orientiert, distanziert sich von seinem Inneren. Sechs Wege, auf denen wir zu dem Teil in uns vordringen können, der durch Denken nicht zu erreichen ist.</em></p>
<ul>
<li><strong>IDEALE  HINTERFRAGEN</strong></li>
</ul>
<p>Auch die Religion ist für Sinnfragen zuständig. Das Pro¬blem: Ihre Antworten entspringen Idealen. Aber es ist die Realität, mit der wir zu tun haben. Deshalb: Weg mit Wer¬tekatalogen! Eine praktische Übung: Schauen Sie Nachrich¬ten &#8211; und reagieren Sie anders als sonst. Kommentieren Sie die Arbeitslosenzahlen nicht mit „wie schrecklich&#8221;. Und eine Hochzeit nicht mit „wie schön&#8221;. So gewinnen Sie Abstand von dem, was gemeinhin als Wahrheit gilt.</p>
<ul>
<li><strong>DAS GESCHENK ANNEHMEN</strong></li>
</ul>
<p>Selbstfindung hat nichts mit Arbeit zu tun. Seelische Reife ist unabhängig vom Intellekt. Entsprechend einfach ist folgende Übung: Nutzen Sie Ihre Sinne und riechen Sie an Blumen. Lauschen Sie einem Song. Genießen Sie Ihren Kaffee. Die Begriffe „Sinne&#8221; und „Sinn&#8221; haben den gleichen Wortstamm: Wenn wir ganz in der sinnlichen Wahrnehmung versinken, sind wir bei uns. Dann gibt es keine Fragen mehr.</p>
<ul>
<li><strong>SPIELERISCH DENKEN </strong></li>
</ul>
<p>Hat der Mensch das Denken oder das Denken den Menschen im Griff? Stellen Sie sich ein Problem vor, das Sie belastet, und schreiben Sie auf, was Ihnen spontan dazu einfällt. Lesen Sie die Liste nochmals mit dem Wissen durch, dass nicht das das Problem ist, was da steht, sondern die Art, wie Sie gedanklich damit umgehen. Legen Sie diese Gedanken zur Seite. Sobald Sie das Denken als nur ein Werkzeug von vielen entlarven, verlieren quälende Gedanken die Übermacht.</p>
<ul>
<li><strong>JETZT LEBEN</strong></li>
</ul>
<p>Beschäftigen Sie sich nicht dauernd mit der Vergangenheit und Zukunft. Zwar ist das besser, als zu verdrängen, aber der Bezug zur Gegenwart ist ebenso wichtig: Denn wenn Sie sich von einer Belastung befreien, bewerten Sie diese im Augenblick neu. Das beweist folgende Übung: Schauen Sie sich Kindheitsfotos unter einem bestimmten Motto an. Beim<br />
Stichwort „Geborgenheit&#8221; werden Sie auf Lachende Gesichter achten, bei „Kälte&#8221; vielleicht auf den grauen Hinterhof. Vergangenem und Zukünftigem können wir ans also nur durch Denken nähern. Und beim Erinnern Tauchen Gefühle auf, aber nicht exakt die von damals. Es sind alte Gefühle, die in meinen gegenwärtigen Zustand einfließen und sich dadurch in neue Gefühle verwandeln.</p>
<ul>
<li><strong>GEGENWARTSDIEBE VERBANNEN </strong></li>
</ul>
<p>Wir lassen uns lebendiges Erleben stehlen. Etwa beim Fernsehen, das lediglich künstliche Gefühle erzeugt. Den Wind, der im Film weht, spüren wir nicht. Die Liebesszene lässt uns allein und leer zurück. Auch oberflächliche Gesellig¬keit, ein halbherzig ausgeübtes Hobby oder Shopping-Mara¬thons schneiden uns vom echten Fühlen ab. Stellen Sie die Gegenwartsdiebe! Fragen Sie sich abends, wann Sie „aus erster Hand&#8221; gelebt haben und wann „aus der Konserve&#8221;. Der Krimi hat Sie zwar aufgewühlt, in der Erinnerung aber lässt er Sie kalt: Statt Emotionen waren Effekte am Werk.</p>
<ul>
<li><strong>LIEBEN LERNEN </strong></li>
</ul>
<p>In einer Liebe, in der man ganz bei sich und damit ganz beim anderen ist, beginnt der Sinn des Lebens. Wo keine Traumpartner-Bedingungen herrschen, sondern es eine maxi¬male Freiheit des Selbst gibt, entsteht maximale Nähe. Wie solch eine Liebe in Ihrer Beziehung wachsen kann? Fangen Sie im Kleinen an: Hören Sie nicht nur auf das, was, sondern auch darauf, wie Ihr Partner es sagt. Achten Sie auf Gesten und Mimik. Darauf, welche Gefühle diese Signale in Ihnen hervorrufen. Lassen Sie ein Zwiegespräch entstehen, statt zu überprüfen, ob alles nach Ihren Vorstellungen läuft.</p>
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		<title>Das psychosoziale Entwicklungsmodell</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 17:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das psychosoziale Entwicklungsmodell anhand einer kleinen Tabelle erklärt. Es beschreibt die verschiedenen Entwicklungsschritte eines Menschens.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><strong>Das psychosoziale Entwicklungsmodell beschreibt die &#8220;idealtypische&#8221; Entwicklung </strong></p>
<table style="text-align: center;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="350">
<tbody>
<tr>
<td>
<div><strong>Altersstufe</strong></div>
</td>
<td>
<div><strong>Psychosoziale Krise</strong></div>
</td>
<td>
<div><strong>Wichtige Beziehungen</strong></div>
</td>
<td>
<div style="text-align: center;"><strong>Günstige Lösung</strong></div>
</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Erstes Lebensjahr</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Vertrauen gegen Misstrauen</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Mutter</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Ur-Vertrauen und Zuversicht</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div>Zweites Lebensjahr</div>
</td>
<td>
<div>Autonomie gegen Zweifel und Scham</div>
</td>
<td>
<div>Eltern</div>
</td>
<td>
<div>Selbstbestimmung und Selbstsicherheit</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Lebensjahr 3-5</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Initiative gegen Schuld</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Familie</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Sinn und Ziel; Eigeninitiative</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div>Lebensjahr</p>
<p>6-12</p>
</div>
</td>
<td>
<div>Leistung gegen Minderwertigkeit</div>
</td>
<td>
<div>Nachbarschaft,Schule</div>
</td>
<td>
<div>Kompetenz intellektuell, sozial und physisch</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Adoleszenz</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Identität gegen Konfusion</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Peergruppe und andere Leitfiguren</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Selbstbild als eigene Person</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div>frühes Erwachsenalter</div>
</td>
<td>
<div>Intimität gegen Isolation</div>
</td>
<td>
<div>Partnerschaft,Sex,</p>
<p>Konkurrenz,Kooperation</p>
</div>
</td>
<td>
<div>Fähigkeit zu dauerhaften Beziehungen und beruflichem Engagement</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>mittleres Erwachsenalter</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Generativität gegen Stagnation</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Arbeitsteilung,</p>
<p>gemeinsamer Haushalt</p>
</div>
</td>
<td bgcolor="#d9d9d9">
<div>Verantwortung für Familie,Gesellschaft, Folgegeneration</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div>Alter</div>
</td>
<td>
<div>Interität gegen Verzweiflung</div>
</td>
<td>
<div>Menschheit,Generationen</div>
</td>
<td>
<div>Versöhnung mit dem eigenen Leben, Bereitschaft zu sterben</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">
]]></content:encoded>
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		<title>Die Pubertät bei Jugendlichen</title>
		<link>http://www.campori.de/psychologie/die-pubertat-bei-jugendlichen/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 17:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Pubertät bei Jugendlichen ist oftmals eine wichtige Lebensphase, die viele Veränderungen mit sich zieht. Die Entwicklungsschritte werden hier etwas näher erläutert. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pubertät ist ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung des Kindes. Eltern stehen in dieser Phase häufig kurz vor der Verzweiflung. Doch was ist eigentlich die Pubertät ?</p>
<p>Zum einen gehört die körperliche Veränderung dazu, die sogenannte &#8220;Geschlechtsreifung&#8221; bei der die Geschlechtteile ausgebildet werden, wobei dies bei Mädchen in der Regel schon 2 Jahre früher einsetzt als bei den Jungs.</p>
<p>Der Wachstumsschub setzt meistens bei 12 Jahren bei Jungen, und mit 14 Jahren bei den Mädchen ein. Manche Menschen reifen  früher (akzeliert), manche später (retardiert). Beides kann zu Problemen hinsichtlich des Selbstwertgefühls, wie Minderwertigkeitsprobleme, führen. Entspricht der in der Entwicklung befindliche Körper nicht den Schönheitsnorm, beeinträchtigt dies oft das Selbstwertgefühl des Jugendlichen.</p>
<p>Da körperliches,sexuelles,kognitives und emotionales Wachstum oft nicht gleichmäßig vorangeht, sondern eher sehr wirr und chaotisch, führt dies oft zu einen Pendeln zwischen &#8220;Erwachsen-Sein&#8221; und &#8220;Noch-Kind-Sein&#8221;, was eine zunehmende Belastung darstellt.</p>
<p>Zu den sozialen Veränderungen gehört u.a das Ablösen vom Elternhaus und der Hinwendung zu Peergruppen. Beides kann mit dem Erlebnis der Einsamkeit, Distanzierung von der Familie, Zugehörigkeit oder Ablehnung von der &#8220;Gruppe&#8221; verbunden sein, was widerrum zu Konfomitätsdruck führen kann.</p>
<p>All diese Faktoren, machen den Umgang mit der Pubertät nicht gerade einfach, sodass Eltern zusätzlichen Belastungen ausgeliefert sind. Für die Jugendlichen jedoch, sind nicht sie es die schwierig werden, sondern die Eltern. Der Umgang mit pubertären Jugendlichen bedarf der Gewöhnung und sollte möglichst immer mit viel Rücksicht und Verständnis einhergehen, wobei jedoch klare Grenzen nicht fehlen sollten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wie wird man Vorbild für sein Kind?</title>
		<link>http://www.campori.de/psychologie/wie-wird-man-vorbild-fr-sein-kind/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 17:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei typische Identifikationsmerkmale von Kindern werden hier näher veranschauligt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder identifizieren sich sowohl mit der Mutter, als auch mit dem Vater. Trotzdem gibt es immer einen Elternteil, mit den man sich am stärksten identifiziert. Doch wovon hängt dies ab?</p>
<p>Hier drei typische Identifikationsmerkmale:</p>
<ul>
<li>Kinder identifizieren sich in der Regel stärker mit ihren Eltern, wenn die Beziehung von emotionaler Wärme geprägt ist.</li>
</ul>
<ul>
<li>Macht trägt ebenfalls deutlich zur Identifikationsbereitschaft bei:<br />
Mädchen identifizieren sich mehr mit ihrer Mutter, wenn diese dominant ist. Für Jungen hingegen kann es in diesem Fall schwierig sein, &#8220;männlich&#8221; zu werden. Wenn der Vater dominiert, identifiziert sich die Tochter eher mit ihm als mit einem Vater, der von der Mutter dominiert wird. Mädchen identifizieren sich aber auch weitgehend mit ihren Müttern.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tatsächliche Ähnlichkeiten zwischen Kindern und Eltern fördern die Identifikation. Ein großgewachsenes Mädchen mit einer zierlichen Mutter identifiziert sich mehr mit ihrem großgewachsenen Vater, besonders dann, wenn sie ihm auch sonst ähnlich sieht.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Fähigkeit sich zu binden bei Kindern</title>
		<link>http://www.campori.de/psychologie/die-fhigkeit-sich-zu-binden-bei-kindern/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 16:43:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bindung zwischen Eltern und Kindern spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung von Kindern. In diesem Artikel wird näher auf die verschiedenen Bildungstypen und deren Merkmale eingegangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grundlagen zu der sogenannten &#8220;Bindungstheorie&#8221; bestehen hauptsächlich aus folgenden Aspekten:<br />
Das Neugeborene entwickelt eine spezielle Beziehung zu seinen Eltern (hauptsächlich zur Mutter) oder anderen  Bezugspersonen. Diese Bindung veranlasst das Kleinkind, im Falle entweder objektiv vorhandener oder subjektiv erlebter Gefahr (Bedrohung, Angst, Schmerz) Schutz und Beruhigung bei seinen Bezugspersonen zu suchen und zu erhalten. Bezugspersonen bzw. Bindungspersonen sind die Erwachsenen oder älteren Personen, mit welchen das Kind den intensivsten Kontakt in seinen ersten Lebensmonaten hatte.</p>
<p>Das Bindungsverhalten besteht aus verschiedenen Verhaltensweisen wie Lächeln, Schreien, Festklammern, Suchen der Bezugsperson usw. Diese Verhaltensweisen werden als ein Verhaltenssystem beschrieben. Es ist genetisch vorgeprägt und bei allen Primatenkindern zu finden, besonders beim Menschen.</p>
<p>Konkretes Bindungsverhalten wird bei Wunsch nach Nähe oder in &#8220;Alarm&#8221;situationen aktiviert. Letztere sind durch emotionalen Stress charakterisiert, beispielsweise bei zu großer Distanz zur Bezugsperson, bei Unwohlsein, Schmerz und Angst. Abgewiesene Bindungssuche verstärken bindungssuchendes Verhalten. Es kann ebenfalls bei Wiederkehr einer Bezugsperson beobachtet werden.</p>
<p>Wesentlich ist, dass die sich entwickelnden Bindungstypen aus der <span class="new">Eltern-Kind-Beziehung</span> hervorgehen und somit eine zwischenmenschliche Qualität spiegeln, in die das Verhalten beider Seiten einfließt. Dabei ist für die spätere Bindungsqualität die <span class="new">Feinfühligkeit</span> der Bezugspersonen entscheidend. Unter Feinfühligkeit wird adäquates und promptes Reagieren erwachsener Bezugspersonen auf die Äußerungen und Bedürfnisse des Säuglings verstanden. Insofern ist das spätere Bindungsverhalten des Kindes weniger Spiegelbild seines Temperaments oder Charakters, sondern primär Ausdruck der erlebten Interaktion mit der Bezugsperson.</p>
<p><strong>Die 4 Bildungstypen bei Kindern</strong></p>
<p><strong>Sichere Bindung</strong></p>
<p>Für die sichere Bindung hat sich auch die Bezeichnung <em>B-Bindung</em> etabliert. Sicher gebundene Kinder entwickeln aufgrund von elterlicher „Feinfühligkeit“, welche durch vorwiegend positive Interaktionen und beständiges, nachvollziehbares Verhalten gekennzeichnet ist, eine große Zuversichtlichkeit in Bezug auf die Verfügbarkeit der Bindungsperson. Diese Kinder weinen durchaus innerhalb der „fremden Situation“. Sie zeigen die Gefühle deutlich, akzeptieren den Trost einer fremden Frau (einer zum Test gehörenden Untersucherin) im Raum sogar zum Teil. Obwohl die Trennung bei solchen Kindern also mit negativen Gefühlen verbunden ist, vertrauen sie darauf, dass die Bindungsperson sie im Bedarfsfall nicht im Stich lassen oder in irgendeiner Weise falsch reagieren wird. Die Bindungsperson erfüllt in einer derartigen Bindung die Rolle eines „sicheren Hafens“, der immer Schutz bieten wird, wenn das Kind dessen bedarf. Die Kinder sind traurig, dass die Bindungsperson nicht bei ihnen ist &#8211; und gehen davon aus: sie kommt zurück. Erscheint die Bindungsperson im Raum, freuen sich die Kinder. Sie suchen Nähe und Kontakt, wenden sich kurz danach wieder der Exploration des Raumes zu.</p>
<p><strong>Unsicher-Vermeidenes Binden</strong></p>
<p>Die hier beschriebenen Kinder, auch A-Bindung genannt, reagieren scheinbar unbeeindruckt, wenn ihre Bindungsperson hinausgeht. Sie spielen, erkunden den Raum und sind auf den ersten Blick weder ängstlich noch ärgerlich über das Fortgehen der Bindungsperson. Durch zusätzliche Untersuchung der physiologischen Reaktionen der Kinder während der Situation wurde jedoch festgestellt, dass ihr Cortisolspiegel im Speichel, was auf Stress schließen lässt, beim Fortgehen der Bindungsperson höher ansteigt, als der sicher gebundener Kinder, welche ihrem Kummer Ausdruck verleihen. Auch ihr Herzschlag beschleunigt sich. Kommt die Bindungsperson zurück, wird sie ignoriert. Die Kinder suchen eher die Nähe der fremden Person und meiden die ihrer Bindungsperson.</p>
<p>Unsicher-vermeidenden Kindern fehlt die Zuversicht bezüglich der Verfügbarkeit ihrer Bindungsperson. Sie entwickeln die Erwartungshaltung, dass ihre Wünsche grundsätzlich auf Ablehnung stoßen und ihnen kein Anspruch auf Liebe und Unterstützung zusteht. So ein Bindungsmuster ist bei Kindern zu beobachten, die häufig Zurückweisung erfahren haben. Die Kinder finden einen Ausweg aus der belastenden bedrohlichen Situation des immer wieder Zurückgewiesen-Seins nur durch Beziehungsvermeidung.</p>
<p><strong>Unsicher-Ambivalente Bindung</strong></p>
<p>Auch ängstlich-widerstrebende; resistente, ambivalente Bindung auch <em>C-Bindung</em> genannt. Kinder, die hier beschrieben werden, zeigen sich ängstlich und abhängig von ihrer Bindungsperson. Geht die Bindungsperson, reagieren die Kinder extrem belastet. Eine fremde Frau wird ebenso gefürchtet wie der Raum selbst. Schon bevor die Bindungsperson hinausgeht, zeigen die Kinder Stress. Da sie die ungewohnte Situation fürchten, wird ihr Bindungsverhalten schon von Beginn an aktiviert. Die Kinder reagieren so auf das korrelierende Bindungsverhalten der Bezugsperson: Die Bindungsperson reagiert für das Kind nicht zuverlässig, nachvollziehbar und vorhersagbar. Der ständige Wechsel von einmal feinfühligem, dann wieder abweisendem Verhalten führt dazu, dass das Bindungssystem des Kindes ständig aktiviert sein muss. Es kann schwer einschätzen, wie die Bindungsperson in einer bestimmten Situation handeln oder reagieren wird. Das Kind ist somit permanent damit beschäftigt, herauszufinden, in welcher Stimmung sich die Bindungsperson gerade befindet, was sie will und was sie braucht, damit es sich entsprechend anpassen kann. Dies führt zu einer Einschränkung des Neugier- und Erkundungsverhaltens des Kindes, welches sich auch nicht auf die Exploration des Raumes konzentrieren kann. Die Kinder können keine positive Erwartungshaltung aufbauen, weil die Bindungsperson häufig nicht verfügbar ist &#8211; meist auch nicht, wenn sie in der Nähe ist. Dementsprechend erwarten sie keinen positiven Ausgang der Situation und reagieren extrem gestresst und ängstlich innerhalb der „fremden Situation“.</p>
<p><strong>Desorientierte Bindung</strong></p>
<p>Bei dem Bindungstyp hat sich die Bezeichnung Desorganisierte Bindung oder <em>D-Bindung</em> etabliert. Von Marry Ainsworth aufgestellte Typen, die dem desorganisierten Bindungstyp ähneln, sind die Bindungsambivalent-vermeidende (A/C-Bindung) bzw. unstabil-vermeidende Bindung. Der desorganisierte Bindungstyp wurde erst wesentlich später festgestellt. Mary Main, die auch Erwachsene mit dem AAI (Adult Attachement Interview) untersuchte, führte die Klassifikation ein. Es gab immer auch Kinder, deren Verhalten sich nicht eindeutig in eine der drei Hauptreaktionsschemata einordnen ließen. Ainsworth und auch nachfolgende Kollegen stuften solche Kinder meist innerhalb der sicheren Kategorie, und einige wenige als vermeidend, ein. Nach Einführung des 4. Bindungstyps (der D-Bindung) wurden die „bisher forciert klassifizierten Fälle erneut gesichtet“. Einen großen Anteil dieser Kinder klassifizierte man schließlich als desorganisiert/desorientierten Bindungstyp. Kinder, deren Verhalten diesem Bindungstyp zugeordnet wird, zeigen äußerst unerwartete, nicht zuzuordnende Verhaltensweisen. Dazu gehören Stereotypien und unvollendete oder unvollständige <span class="new">Bewegungsmuster</span>. Desorganisiert gebundene Kinder erschrecken oft, wenn ihre Eltern den Raum nach kurzer Trennung wieder betreten, und zeigen eine Mischung von Strategien, wie unsicher-vermeidendes und unsicher-widersetzendes Verhalten. Einige der desorganisiert eingestuften Kinder schreien nach ihren Bindungspersonen nach der Trennung, entfernen sich aber bei der Wiedervereinigung von ihnen. Andere reagieren wie gelähmt mit einem benommenen Gesichtsausdruck für 30 Sekunden, und/oder drehen sich im Kreis und/oder lassen sich auf den Boden fallen, wenn sie sich an den jeweiligen Elternteil wenden. Wieder andere desorganisierte Kleinkinder erscheinen ängstlich in der „Fremden Situation“ mit geängstigtem Gesichtsausdruck, hochgezogenen Schultern und/oder einem Einfrieren aller Bewegungen. Die Bindungstheorie geht davon aus, dass ein Kind auf jeden Fall eine Bindung zu seiner Bindungsperson aufbauen <em>muss</em>. Die Bindungsverhaltensweisen werden aktiviert, sobald es Schutz und Unterstützung bedarf oder die Bindungsperson nicht in der Nähe ist. Allerdings konnte das Kind keine einheitliche Bindungsstrategie entwickeln, um Schutz und Trost zu bekommen: wenn die Bindungsperson – der Mensch der Schutz bieten soll – zugleich der Auslöser für das Bindungsverhalten ist, somit selbst die Bedrohung darstellt, gerät das Kind in eine so genannte Double Bind-Situation, aus der es für das Kind keinen Ausweg gibt.</p>
<p>Eine andere Ursache für dieses Bindungsverhalten zeigt sich bei Kindern, deren Bindungspersonen unter den Folgen eigener Psychotraumata leiden. Die traumatischen Erfahrungen zeigen sich den Kindern im verängstigten Verhalten ihrer Bindungspersonen. Die Angst, die sich im Gesicht einer Bindungsperson spiegelt, welche unter Intrusionen (hartnäckiges Eindringen von den traumatischen Bildern und Gefühlen in die Gedanken) leidet, ist für ein Kind erschreckend und aktiviert sein Bindungssystem. Die Quelle der Angst ist für das Kind nicht nachvollziehbar. Die Bindungsperson kann in einer solchen Situation zumeist nicht adäquat auf die Versorgungsbedürfnisse ihres Kindes eingehen. So zeigten manche Mütter beispielsweise das beinahe eine Minute lange Einfrieren aller Bewegungen, oder zeigten sich durch neutrale Verhaltensweisen ihrer Kinder in Angst versetzt. Das Kind erlebt schließlich die Welt ständig als einen bedrohlichen Ort, dessen Schrecken sich in der Bezugsperson widerspiegelt.</p>
<p>Durch die Bindungstheorie konnten langfristige Effekte der frühen Bindungsperson-Kind-Beziehung nachgewiesen werden.Sicher gebundene Kinder zeigen später adäquateres Sozialverhalten im Kindergarten und in der Schule, mehr Phantasie und positive Affekte beim freien Spiel, größere und längere Aufmerksamkeit, höheres Selbstwertgefühl und weniger depressive Symptome. In anderen Studien zeigten sie sich offener und aufgeschlossener für neue Sozialkontakte mit Erwachsenen und Gleichaltrigen, als vermeidende und oder ambivalent gebundene Kinder. Sicher gebundene Jungen zeigten mit sechs Jahren weniger Psychopathologie als die unsicher gebundenen. Auch könnten frühe Bindungserfahrungen einen neurophysiologischen Einfluss ausüben. Hierbei konnte ein Einfluss von Bindungserfahrungen auf die Ausbildung der Rezeptoren des Hormons Oxytocin gefunden werden, welches wiederum das Bindungsverhalten beeinflusst.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Was Kinder brauchen</title>
		<link>http://www.campori.de/psychologie/kinder-brauchen/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 21:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Was sind die Grundbedürfnisse von Kindern und welche Auswirkung haben sie auf die Entwicklung des Kindes? In diesem Artikel wird versucht Aufschluß darüber zu geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder, die in Heimen aufwachsen und nur wenig Umgang mit anderen Menschen haben und sich nur wenig umherbewegen können, lernen erst später sitzen, gehen und stehen als Kinder, die unter günstigeren Bedingungen aufwachsen. So ergab eine Studie in einem Waisenhaus im Iran, dass nur 42 % der Kinder im Alter von 2 Jahren sitzen konnten, und nur 15 % waren mit 4 Jahren fähig, allein zu gehen. Die Kinder wurden im Wesentlichen nur gewaschen und gefüttert, aber sonst gab sich niemand mit ihnen ab.</p>
<p>Man wollte nun den positiven Beweis: Wenn man mit Kindern spielt, entwickeln sie sich besser und schneller. Dafür wurde ein Gruppe von Kindern weiter behandelt wie vorher, die andere Gruppe durfte &#8211; oder musste &#8211; eine Stunde am Tag spielen, die Kinder wurden aufgesetzt und man gab ihnen Spielzeug. Schon nach einem Monat zeigte die &#8220;Spiel-Gruppe&#8221; signifikante Vorsprünge in ihrer Entwicklung.</p>
<p>Wir wissen, dass Säuglinge Unterhaltung brauchen, und wenn sie schreien, sagen genervte Mütter oft: &#8220;Der will nur Unterhaltung&#8221;. Experimente haben gezeigt, dass die Kleinen nicht vergnügungssüchtig, sondern bildungshungrig sind. Durch ein paar Maßnahmen, die man außerhalb des Labors als &#8220;Unterhaltung&#8221; einstufen würde (das Kind wird auf den Arm genommen, aufgesetzt, auf den Bauch gelegt, so dass es auch etwas anderes sehen kann als die Zimmerdecke; die Bettwäsche wird von weiß auf bunt gemustert gewechselt und bunte Mobiles werden über dem Bett aufgehängt) gewannen die Babys einen Entwicklungsvorsprung von anderthalb Monaten im Vergleich zur Kontrollgruppe. In einem jedoch blieben sie zurück; Sie entdeckten ihre Hände als Studienobjekt erst ein halbes Jahr später als ihre Bildungsrivalen. Man nimmt an: Wenn Kinder nicht Besseres anzuschauen haben, beschäftigen sie sich mit ihren Händen.</p>
<p>Natürlich gibt es zu jeder Studie eine Gegenstudie, bisweilen bringt eine Studie auch widersprüchliche Ergebnisse. So stellte man in dieser &#8220;Unterhaltungsstudie&#8221; fest, dass Kinder auf zuviel Stimulation gestresst reagieren &#8211; sie sind offenbar noch nicht so weit, die Aufregungen zu verarbeiten. Als man die &#8220;Unterhaltung&#8221; dem Alter anpasste &#8211; mit jedem Monat mehr -, ergaben sich die besten Entwicklungsverläufe.</p>
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		<title>Das Konzept der Reifung</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 15:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Reifungsprozess eines Säuglings hängt grundsätzlich von vielen Faktoren ab, jedoch gibt es ein gewisses Schema, welches als Leitfaden dient.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir gebrauchen den Begriff der &#8220;Reifung&#8221;, um deutlich zu machen, dass menschliches Verhalten weitehend von genetischen Faktoren bestimmt ist. Dieses Konzept wird sehr gut durch die pränatalen Entwicklung veranschaulicht: Der Fötus entwickelt sich weitgehend unahängig von der Außenwelt nach einem vorgegebenen, &#8220;angeborenen&#8221; Zeitplan. Wenn das Kind zu früh geboren wird, wird es sich &#8211; etwa ab der 26. Woche ist dies möglich &#8211; in einem Brutkasten normal weiter entwickeln. Natürlich kann diese Entwicklung gestört werden &#8211; durch Krankheit der Mutter, wie z.B Röteln, oder durch Drogen, wozu auch Nikotin und Alkohol zählen.</p>
<p>Wenn die Umweltbedingungen nicht zu störend sind, werden Kinder selbst aus unterschiedlichen Kulturen besonders in den ersten Jahren in etwa in den gleichen Entwicklungsschritten &#8220;heranreifen&#8221;. Die einen werden etwas &#8220;früher dran&#8221; sein, die anderen sind Spätentwickler, und manche werden schon als Senkrechtstarter geboren. Aber im Großen und Ganzen ergibt sich bei allen individuellen Abweichungen doch ein einheitliches Bild.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Laufen lernen</strong><br />
Kinder müssen das Laufen nicht wirklich &#8220;lernen&#8221;. Die Fähigkeit dazu entwickelt sich nach einem relativ festen Schema, wenn auch mit kleinen individuellen Abweichungen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">2 Monate     Kopf heben<br />
3 Monate     vom Bauch auf den Rücken rollen<br />
4 Monate     Sitzen mmit Unterstützung<br />
6 Monate     alleine sitzen, mit Unterstützung stehen<br />
9 Monate     mit Unterstützung laufen<br />
10 Monate   Krabbeln und Kriechen<br />
11 Monate   alleine stehen<br />
12 Monate   alleine laufen</p>
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		<title>Angeboren oder Anerzogen ?</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 15:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungs-Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind bestimmte Verhalten bereits angeboren oder müssen diese erst erlernt werden ?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist Verhalten oder Charakter angeboren oder anerzogen ?</strong></p>
<p>Inzwischen hat man sich hinsichtlich dieser Frage vom <em>Entweder-Oder</em> auf ein <em>Sowohl-als-auch</em> verständigt. Erbanlagen und Umwelteinflüsse wirken oft auf komplexe und nicht immer verstandene Weise zusammen, um aus einem Menschen das zu machen, was er ist. Sehr vereinfacht könnte man sagen: der Mensch ist wie eine Waschmaschine, in der ein Programm abläuft. Mit einem Jahr &#8211; durschnittlich &#8211; kann ein Kind allein stehen und fängt an, laufen zu lernen, spätestens mit drei wird es &#8220;sauber&#8221; sein und mit 18 den Führerschein machen. Es gibt Neugeborene, die von &#8220;Natur aus&#8221; aktiv sind und mit wenig Schlaf auskommen. Andere sind nicht aus der Ruhe zu bringen, schlafen wie die Murmeltiere und sind schon in der Wiege &#8220;stille Wasser&#8221;. Nachteulen und Frühaufsteher werden geboren, nicht erzogen.</p>
<p>Es gibt wohl eine Anlage zur Bewegung, aber ob sich der Bewegungsdrang in sportlichen Spielen oder in Prügeleien auslebt, dürfte wieder eine Frage der äußeren Einflüsse sein und von der Erziehung mit abhängen. In den USA, so weiß man, hängt die Aggressivität von Kindern zum Teil vom sozialen Umfeld ab, in dem sie aufwachsen und teils von ihrer Familie. Kinder aus sehr armen Familien sind &#8211; im Durschnitt &#8211; agressiver als Kinder der Mittel- oder Oberschicht. Aber wie sich die Agressivität ausdrückt &#8211; durch Prügeln, Schreien, Rückzug oder Diskutieren &#8211; hängt vom Vorbildverhalten der Eltern ab und davon, was sie durch ihre Erziehungsmethoden fördern oder verhindern.</p>
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